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Silierung von dürregeschädigtem Mais

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Trockenschäden in Maisbeständen sind keine Seltenheit mehr. Je nach Region und auch innerhalb eines Schlages reichen diese von leichter Dürre bis hin zu z.T. massiven Ertragsausfällen. Der Einsatz von Siliermitteln BioCool bzw. PlantaSil bei der Silierung ist dringend anzuraten. Weitere Tipps zur Silierung dieser Bestände sind:

 

1. Die Restpflanze von dürregeschädigtem Mais reift in der Regel schneller ab, deutlich zu sehen am Absterben der unteren Blätter. Es findet kaum noch ein Nährstofftransport in den Kolben statt. Diese Maisbestände sollten bereits ab Trockensubstanzgehalten von 26 % TS in der Gesamtpflanze siliert werden. Je länger die Pflanzen jetzt auf dem Feld verbleiben, desto schneller verstrohen sie. In der Folge sinkt der Futterwert weiter und das Nacherwärmungsrisiko der daraus erzeugten Silagen ist nicht mehr kalkulierbar.

 

2. In vielen Pflanzen fand aufgrund von Wassermangel und Dürre keine Umlagerung des Zuckers als Stärke in den Kolben / Körnern statt. Der Zucker verbleibt in der Restpflanze, was an rötlich - violetten Verfärbungen an Stängel und Blättern zu erkennen ist. Höhere Zuckergehalte zu Silierbeginn haben oft auch höhere Restzuckergehalte zum Zeitpunkt der Auslagerung der Silage zur Folge. Das begünstigt das Wachstum von Hefen und Schimmelpilzen. Die Silage wird warm und verschimmelt.

 

3. Ist die Restpflanze bereits "verstroht" , lässt sich diese nur noch schlecht verdichten. Dem ist bei bei der Einlagerung in das Silo unbedingt Rechnung zu tragen. Gegebenenfalls in dünnen Schichten gemeinsam mit feuchteren Maisbeständen einsilieren.

 

4. Abgestorbene Pflanzenteile werden innerhalb von kurzer Zeit von unerwünschten Mikroorganismen (Hefen und Schimmelpilze) besiedelt. In der Folge sinken Futterwert und Schmackhaftigkeit der Silage und das Nacherwärmungsrisiko steigt.

 

5. Für die Silierung dürregeschädigter Maisbestände gilt folgendes:

  • Langsamer ernten, Häcksellänge < 5 mm<o:p></o:p>
  • Erntegeschwindigkeit der Walzarbeit anpassen, dünne Schichten einlagern (max. 20 cm Schichtstärke)<o:p></o:p>
  • Wenn möglich in dünnen Schichten gemeinsam mit feuchteren Beständen einsileren<o:p></o:p>
  • Miete ausreichend verdichten, Verdichtung > 230 kg TM / m2 (vgl. Tabelle), <o:p></o:p>
  • Luftdicht zudecken (Unterziehfolie, Silofolie, Siloschutzgitter, etc.)<o:p></o:p>
  • Silo so anlegen, dass minimaler Vorschub im Winter 1,5 m und im Sommer 2,5 m pro Woche beträgt<o:p></o:p>
  • Einsatz von Siliermitteln wie z.B. BioCool oder PlantaSil <o:p></o:p>