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Stoffstrombilanzverordnung – Was ist zu tun?

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Die Stoffstrombilanzverordnung soll den nachhaltigen und effizienten Umgang mit Nährstoffen in den landwirtschaftlichen Betrieben sicherstellen und somit Nährstoffverluste in die Umwelt weitestgehend vermeiden.

Wer muss dokumentieren?

Betroffene Betriebe

Nicht betroffene Betriebe

Betriebe mit mehr als 50GV und mehr als 2,5GV/ha

Betriebe mit mehr als 30 ha und mehr als 2,5 GV/ha

Betriebe ohne Tierhaltung/ Ackerbaubetriebe

 

Viehhaltende Betriebe mit einem N-Anfall von max. 750kg Gesamt-N pro Jahr

Betriebe die die o.g. Schwellenwerte unterschreiten, aber mehr als 750kg N im Bezugszeitraum in Form von Wirtschaftsdüngern aufnehmen.

Betriebe, die die genannten Schwellenwerte unterschreiten und max. 750 kg N in Form von Wirtschaftsdünger aufnehmen.

Biogasanlagen, die in einem funktionalen Zusammenhang mit einem zur Stoffstrombilanzierung verpflichteten Betrieb stehen bzw. wenn Wirtschaftsdünger aus diesem oder außerhalb des Betriebes anfallender Wirtschaftsdünger zugeführt wird.

Koferment- und Nawaro-Biogasanlagen, wenn sie ausschließlich mit diesen Stoffen betrieben werden.

Was muss dokumentiert werden?

Zufuhr (Nähstoffe N und P205 jeweils in kg)

Abfuhr (Nährstoffe N und P205 jeweils in kg)

 

pflanzlicher Erzeugnisse

 

Tierische Erzeugnisse (Fleisch, Milch, Eier…)

Bodenhilfsstoffe

Bodenhilfsstoffe

Kultursubstrate

Kultursubstrate

Düngemittelabgabe (WD und Mineraldünger)

Düngemittelabgabe (WD und Mineraldünger)

Pflanzenhilfsmittel

Pflanzenhilfsmittel

Futtermittel

Futtermittel

Saatgut bzw. Pflanzmaterial

Saatgut bzw. Pflanzmaterial

Anzahl der Nutztiere/ Viehverkauf

Viehverkauf

Stickstoffzufuhr durch Leguminosen

 

N-Deposition über Luftpfad auf Grund des Hintergrundbelastungsdatensatztes des Umweltbundesamtes

 

Bis wann muss aufgezeichnet werden?

Alle Stickstoff- und Phosphatmengen, die dem Betrieb zugeführt werden bzw. die den Betrieb verlassen, sind spätestens 3 Monate nach der jeweiligen Zu-/Abfuhr aufzuzeichnen. 

  • Bezugsjahr: Wirtschaftsjahr 01.07.-30.06. ? erstmalige Dokumentationszeitraum: 01.07. -30.09.
  • Bezugsjahr: Kalenderjahr 01.01.-31.12. ? erstmalige Dokumentationszeitraum: 01.01. -31.12.
  • Bezugszeitraum Grünlandjahr 01.05.-30.04. ? erstmalige Dokumentationszeitraum: 01.05. -31.07.

Ausgangsdaten und Ergebnis der Stoffstrombilanz

Sechs Monate nach Ablauf des Bezugszeitraums für die Erstellung der Stoffstrombilanz muss das Ergebnis der Bilanzierung im Betrieb vorliegen. Der Bezugszeitraum für die Stoffstrombilanz ist vor der erstmaligen Erstellung festzulegen und muss dem Bezugszeitraum der Feld-Stall-Bilanz entsprechen. 

  • Bezugsjahr: Wirtschaftsjahr 01.07.-30.06. ? bis 31.12.2019
  • Bezugsjahr: Kalenderjahr 01.01.-31.12. ? bis 30.06.2019
  • Bezugszeitraum Grünlandjahr 01.05.-30.04. ? bis 31.10.2019

Wie wird das Ganze bewertet?

Für den Phosphat-Saldo wird keine Bewertung vorgegeben.

Für die die Bewertung des Stickstoffsaldos gibt es zwei verschiedene Möglichkeiten. Entweder wird ein zulässiger N-Saldo von 175 kg N pro Hektar und Jahr vorgegeben oder es wird ein betriebsindividueller N-Saldo ermittelt werden. Welche Bewertungsmöglichkeit herangezogen wird, entscheidet der Betriebsleiter.